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OpenAIRE öffnet den Zugang zu EU-Forschungsunterlagen (13.12.2010)

Am 2. Dezember 2010 startete die Europäische Kommission das Pilotprojekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) an der Universität Gent in Belgien. Dies ermöglicht Forschern, Unternehmen und Bürgern der EU freien und offenen Zugang zu den Unterlagen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln finanziert wurden.

Von: KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen

Die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen und e-Infrastrukturen gehört auch im Hinblick auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas zu den Prioritäten sowohl der Digitalen Agenda für Europa als auch der Initiative "Innovationsunion." Mit OpenAIRE wird ein Netz offener Archive geschaffen, die freien Online-Zugang zu den Kenntnissen ermöglichen, die von Wissenschaftlern erarbeitet wurden, die mit Mitteln des 7. Forschungsrahmenprogramms und des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert wurden - insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen sowie Sozial- und Geisteswissenschaften.

Die Zuschüsse aus Mitteln des FP7 sind an die Auflage gebunden, dass Wissenschaftler, die für Forschungsarbeiten in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen, Sozial- und Geisteswissenschaften und Wissenschaft und Gesellschaft mit EU-Mitteln gefördert werden, den vollen Wortlaut ihrer entsprechenden Publikationen in einem öffentlich zugänglichen Archiv hinterlegen sollten, das jederzeit weltweit verfügbar ist. Dies gilt für rund 20 % aller Projekte, die im Rahmen des RP7 gefördert werden. Auch Forscher in anderen Bereichen könnten ihre Texte in diesem öffentlich zugänglichen Archiv zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des Projekts wurden in 27 europäischen Ländern Helpdesks eingerichtet, die ein Expertennetz und ein Portal mit Instrumenten umfassen, mit deren Hilfe die Forscher ihre Artikel online veröffentlichen können.

OpenAIRE geht auf eine Initiative der Europäischen Kommission zum öffentlichen Zugang zurück, die im August 2008 eingeleitet wurde. Für Projekte, die aus Mitteln des FP7 finanziert wurden, sollten durch Sachverständige überprüfte Unterlagen in Online-Archiven hinterlegt und - je nach Fachgebiet - innerhalb von 6 oder 12 Monaten nach Veröffentlichung der Dokumente offen zugänglich gemacht werden.

[Quelle: MELDUNG AID11187/1 (c) KoWi]

www.openaire.eu

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