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And the winner is ...! "MyPaed" der TU Darmstadt gewinnt studentischen Ideenwettbewerb zu "Lebendigen Lernorten" (04.06.2009)
Kreativpreis geht an "Learn connected" der TU Dresden
Erfurt. Eine Studentengruppe der Technischen Universität Darmstadt gewinnt den bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation zu "Lebendigen Lernorten". Ihr Beitrag "MyPaed" wurde auf dem Deutschen Bibliothekartag in Erfurt mit 3.000 Euro ausgezeichnet.
"MyPaed verdient die Auszeichnung als lebendiger Lernort. Denn es ist kein reiner Lernraum, sondern ein Möglichkeitsraum, der eine reale Computerstudienwerkstatt mit Möglichkeiten einer virtuellen Lernumgebung und Web2.0-Diensten verbindet und in Darmstadt bereits intensiv und kreativ genutzt wird", begründete die Kanzlerin der TU Berlin, Dr. Ulrike Gutheil das Votum der Jury bei der Übergabe des Preises an die vier Studenten. Manfred Stross, Leiter des Medienzentrums der TU München und Vorsitzender von DINI, die den Wettbewerb erstmals durchgeführt hat, ist mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden: "Die Studierenden haben in dem Wettbewerb gezeigt, dass an den Hochschulen viel verbessert werden kann und kreativ ihre konkreten Ideen und auch Visionen zu ihrem realen oder virtuellen Lernort eingebracht." Ein mit 2.000 Euro dotierter Kreativpreis wurde an neun Studenten der TU Dresden für das Poster "Learn connected" vergeben, das acht verschiedene Konzepte in unterschiedlichen Maßstäben von der interaktiven Lernbrille über Lern- und Ideenterminals bis zu großen Gebäuden als Lern- und Wissenszentren grafisch und textlich präsentiert.
Insgesamt waren in dem unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan stehenden Wettbewerb 51 Beiträge eingereicht worden, aus denen die Jury - unterstützt von Gutachtern - die Gewinner auswählte. Die Vielfalt und Qualität der Einreichungen wurde in der Veranstaltung auf dem Bibliothekartag in einer abwechslungsreichen Foto- und Videopräsentation deutlich. Die Spannbreite reichte von futuristischen Möbelentwürfen über Architekturkonzepte und -zeichnungen für Bibliotheken, zu virtuellen Lernsystemen, Raumkonzepten, Manifesten für grüne und alternative Bibliotheken bis hin zum Buchscanner aus Lego-Steinen, dokumentiert als Video auf You Tube. Ausführlicher präsentierten die fünf eingeladenen Finalisten ihre Beiträge. Neben den genannten Preisträgern waren dies eine Architekturstudentin der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die den Umbau einer Kirche zu einer Bibliothek mit Lernräumen vorstellte, ein weiterer Architekturstudent der RWTH Aachen mit dem Entwurf eines ganzen Fakultätsgebäudes für die TU Delft und eine interdisziplinäre Gruppe der TU Dortmund, die sowohl die Bibliothek als auch den virtuellen Lernraum ihrer Universität komplett neu gestalten wollte. "In vielen Beiträgen wurde deutlich, dass der ehrwürdige Lesesaal einer Bibliothek und der schlichte PC-Raum eines Rechenzentrums den Vorstellungen der Studierenden aus der Google-Generation von einem lebendigen Lernraum nicht mehr entsprechen. Es lohnt sich, die Studierenden bei der Gestaltung von Lernorten mit ihren Ideen zu beteiligen", stellten am Ende übereinstimmend die beiden Moderatoren der Veranstaltung, Hans-Joachim Wätjen, Direktor der UB Oldenburg und Josef Hüvelmeyer, stellvertretender Leiter des ITMC der TU Dortmund fest.


