
Qualifizierte Fachkräfte in Wirtschaft und Wissenschaft sichern Innovationen und damit Wachstum und Beschäftigung im globalen Wettbewerb. Sie sind die Quelle geistiger Vitalität und intellektueller Strahlkraft unseres Landes. Kern unserer Bildungs- und Forschungspolitik ist es deshalb, Deutschland zu einer "Talentschmiede" zu machen, die jungen Menschen die besten Bildungschancen ermöglicht, damit sie ihre vielfältigen Fähigkeiten und Talente entdecken und entfalten können.
Mit der Exzellenzinitiative und dem Hochschulpakt haben wir wichtige Schritte auf dem Weg in eine innovative Wissensgesellschaft gemacht. Mit dem Bologna-Prozess und der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge soll der Europäische Hochschulraum Wirklichkeit werden. Neben mehr Internationalität und Mobilität gilt es aber vor allem, die Lernbedingungen und Infrastrukturen an den Hochschulen vor Ort zu verbessern. Studierende sollen ihre Hochschule als einen lebendigen, kommunikativen und auch mit moderner Technik ausgestatteten Ort erleben. Ein solches Klima ist nicht nur im Studium, sondern auch im Berufsleben entscheidend für gute Ergebnisse und stellt hohe Anforderungen an die Lern- und Arbeitsumgebung. Denn gelernt und gearbeitet wird heute in Gruppen und individuell, in realen und in virtuellen Umgebungen.
Deshalb freue ich mich sehr, dass die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) Studierende in einem Ideenwettbewerb zur Gestaltung ihrer "Lebendigen Lernorte" aufgerufen hat. Ich wünsche dem DINI-Wettbewerb eine große Resonanz und erhoffe mir viele innovative Ideen von Studierenden aus allen Fächern – aus der Informatik genauso wie aus der Pädagogik oder der Psychologie. Vielleicht können viele der Ideen schon bald in Bibliotheken, Computerzentren, Hochschulverwaltungen, Fakultäten und Medienzentren umgesetzt werden, damit unsere Hochschulen an Attraktivität gewinnen und als lebendige Lernorte noch mehr Studierende anziehen, die wir für die Herausforderungen auf dem Weg in die globale Wissensgesellschaft dringend brauchen.
Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs viel Erfolg und bin gespannt auf die kreativen Ergebnisse.
Dr. Annette Schavan, MdB
Bundesministerin für Bildung und Forschung