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These 3: Vernetzte wissenschaftliche Publikationen und Daten
Der Zugang zu vernetzten wissenschaftlichen Publikationen und Daten wird entscheidend vorangebracht und dauerhaft gesichert durch
- die Anwendung offener Standards und Protokolle,
- die Entwicklung von Open-Source-Software,
- die Veröffentlichung und Bereitstellung von Publikationen und Daten nach dem Open-Access-Prinzip sowie
- wissenschaftsfreundliche Regelungen für den freien Zugang zu lizensierten Materialien.
Neben technischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen adäquate rechtliche Rahmenbedingungen für den ungehinderten und dauerhaften Zugriff auf forschungsrelevante Daten und Publikationen geschaffen werden.
Sicherheit, Schnelligkeit und langfristige Verfügbarkeit lassen sich in offenen Systemen besonders gut realisieren. Open-Source-Software sowie die Anwendung offener Standards und Protokolle fördern die flexible Einbindung von Informationsobjekten in unterschiedliche Anwendungen. Die Open-Access- und die Open-Content-Initiativen fördern den freien und effizienten Austausch wissenschaftlicher Informationen und Forschungsergebnisse, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden.
DINI
- setzt sich ein für die Anwendung offener Standards und Protokolle,
- unterstützt aktiv die breite Nutzung von Open-Source-Software,
- wird das DINI-Zertifikat für Dokumenten- und Publikationsservices weiterentwickeln,
- unterstützt mit Nachdruck die Forderung der DFG, des Urheberrechtsbündnisses u. a., dass mindestens die durch öffentliche Mittel direkt oder indirekt geförderten Forschungsergebnisse (Publikationen und Daten) vom Autor auf einem institutionellen oder fachlich ausgerichteten Server frei zugänglich bereitgestellt werden bzw. in Open-Access-Journalen veröffentlicht werden.
Beispiel E-Publishing
Die Entwicklung im Bereich des elektronischen Publizierens in Deutschland ist ein gutes Beispiel erfolgreicher Modernisierung mit koordinierender Beteiligung von DINI.
Ausgangspunkt war die frühzeitige Empfehlung von DINI, insbesondere auch an die Fördereinrichtungen, das Protocol for Metadata Harvesting der Open Archives Initiative (OAIPMH) als Standard zu fördern und z. B. für Dokumenten- und Publikationsserver verpflichtend zu machen.
Zur Vereinheitlichung des Aufbaus und der breiten Nutzung von digitalen Repositorien der Hochschulen wurde das DINI-Zertifikat für Dokumenten-und Publikationsservices entwickelt. Es fordert klare Richtlinien, auch für die Archivierung, sowie das Einhalten internationaler Standards.
Mit dem Zertifikat hat DINI die Erfolgsvoraussetzungen lokaler Server im Rahmen der Open-Access-Initiative verbessert; grundsätzlich besteht aber auch Offenheit gegenüber Verlagen, die ein Interesse an eigenen Open-Access-Angeboten haben.
Bei der Verbreitung wurde mit Fördereinrichtungen (insb. DFG) und Fachgesellschaften sowie Forschungseinrichtungen (z. B. Max-Planck-Gesellschaft) eng zusammengearbeitet.
Es ist darüber hinaus gelungen, auf europäischer und internationaler Ebene wachsendes Interesse am DINI-Zertifikat zu erzeugen.


