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These 2: Forschungsumgebungen auf web-basierten Plattformen
Die wissenschaftliche Forschung wird in allen Disziplinen zunehmend in vernetzten Strukturen durchgeführt. Diese ermöglichen zugleich neue Forschungsfelder und -methoden.
Aufgabe aller Informationsserviceeinrichtungen wird es sein, Forschungsumgebungen für Wissenschaftler bereitzustellen, die ihnen zeit- und ortsunabhängige Zusammenarbeit auf webbasierten Plattformen ermöglicht.
Die neuen, durch IuK-Technologien ermöglichten Formen wissenschaftlichen Arbeitens sind charakterisiert durch
- bisher unbekannte Möglichkeiten der Virtualisierung, Visualisierung, Simulation und Interaktion,
- kooperatives, vernetztes wissenschaftliches Arbeiten,
- umfassende, ubiquitäre Kommunikation und die
- gemeinsame Nutzung physikalisch verteilter Ressourcen.
Diese zukunftsorientierten Forschungsstrukturen werden oft als E-Science/E-Research bezeichnet.
Die Entwicklung von Soft- und Middleware für E-Science wird sowohl disziplinübergreifend als auch disziplinbezogen ausgerichtet sein.
Arbeitsprozesse können zukünftig beschleunigt und optimiert werden:
- An allen Wissenschaftlerarbeitsplätzen werden vielfältige wissenschaftliche Informationsobjekte, einschließlich Primärdaten, in gleicher Weise zugänglich sein.
- Die Digitalisierung weiterer analoger Medien und Sammlungen ist erforderlich (Schriftwerke wie Manuskripte, Bücher und Zeitschriften, aber auch Fotos, Kunstwerke usw.).
- Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Wissensdarstellung und -erschließung.
Durch die Informationsserviceeinrichtungen sind der gesamte Prozess des Datenmanagements des Wissenschaftlers und der vollständige Lebenszyklus wissenschaftlich relevanter digitaler Informationsobjekte zu unterstützen, insbesondere:
- Datensammlung und -erstellung,
- Datenspeicherung und -bearbeitung,
- Datennutzung und -interpretation,
- Datenzugang sowie
- langfristige Archivierung und Sicherung.
Dagegen werden bei der Entwicklung der Basisinfrastruktur und der disziplinübergreifenden Dienste für E-Science nur einzelne Informationsserviceeinrichtungen der Hochschulen selbst aktiv sein. Alle müssen aber in der Lage sein, ohne hohen organisatorischen Aufwand auch extern entwickelte Arbeitsumgebungen als zusätzliche Dienste lokal anzubieten, mit denen die Wissenschaftler erfolgreich in national oder international vernetzten Forschergruppen optimal arbeiten können.
Zur breiten Nutzung des Potenzials von E-Research-Plattformen sind neben der einfachen Handhabung Informations- und Schulungsmaßnahmen für Wissenschaftler und Studierende, aber auch für das Personal der Informationsserviceeinrichtungen selbst erforderlich.
DINI unterstützt
- die Verbreitung von E-Science/E-Research durch Information und Kooperation,
- die Organisation von Fortbildungsmaßnahmen sowie
- die Entwicklung und Einführung von virtuellen Forschungsumgebungen auf nationaler und internationaler Ebene.


