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Kooperation und Vernetzung

These 10: Spannungsfeld zwischen Kooperation und Konkurrenz

Die verstärkte Autonomie der Hochschulen macht die Gestaltung des Spannungsfeldes zwischen Kooperation und Konkurrenz von Hochschulen zu einer zentralen Aufgabe. Sie betrifft alle Bereiche der Hochschulen und ist nicht nur national, sondern auch international zu leisten.

 

Die Neuordnung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern hat die finanziellen Rahmenbedingungen für die Hochschulen verändert und die Einführung einheitlicher Regelungen weitgehend dem Einfluss des Bundes entzogen. Durch verstärkte Information und intensivere Kooperation mit den Ländern gilt es, bundeseinheitliche Regelungen vorzubereiten oder zu unterstützen, wo sie sinnvoll oder notwendig sind. Das bislang praktizierte Prinzip grundsätzlicher Gleichheit der Hochschulen wird zunehmend durch mehr Konkurrenz, stärkere Schwerpunktbildung und Exzellenzentwicklung an ausgewählten Standorten ersetzt.

Dagegen erfordern das hochschulübergreifende Studieren, Lehren und Forschen eine Interoperabilität der Systeme und offene Standards für den Austausch von Informationen zwischen Mensch, Maschine und Diensten.

Auch für die Einwerbung von Drittmitteln sind in vielen Fällen Kooperationen trotz aller Konkurrenz erforderlich. Diese können auch zur Sicherung der Nachhaltigkeit von Förderprojekten dienen und für die Entwicklung virtueller Kompetenzzentren eine Basis bilden.

Nur durch Kooperation ist es in vielen Bereichen möglich, Deutschland im internationalen Wettbewerb besser zu positionieren. Dabei ist es entscheidend, sich in die internationale Entwicklung von Standards und Lösungsansätzen möglichst frühzeitig zu integrieren, um deutsche Sonderlösungen zu vermeiden.

Dafür ist es notwendig, dass Deutschland in internationalen Standardisierungs- und Entwicklungsgremien gut vertreten ist, um Einfluss auf die Entwicklung nehmen zu können.

 

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